Analyse détaillée des réseaux de collaboration et de partenariat de la recherche en SHS

Die Universität Lausanne legt ein konkretes Anpassungs- und Implementationsprojekt zum Methodenansatz der Universität Neuchâtel zur detaillierten Analyse von Kooperationsnetzwerken und Forschungspartnerschaften vor. Diese Implementation wird massgeblich von der Politik der Universität Lausanne vorgegeben, zu deren zentralen Werten Reflexivität gehört. Das Projekt soll dazu dienen, ForscherInnen und verschiedene universitäre Strukturen in der Reflexion über ihre spezifischen Tätigkeiten zu unterstützen und somit eine optimale professionelle Entwicklung zu gewährleisten

Mit den Analysen der Entwicklungsdynamik dieser Kooperationsnetzwerke und Forschungspartnerschaften stehen dem Forscher/ der Forscherin verschiedene Visualisierungsmethoden und Indikatoren zur Verfügung, die die unterschiedlichen Interaktionsmodalitäten abbilden, in die er/ sie sich eingebracht hat. Dabei werden nicht nur nationale und internationale Formen akademischer Zusammenarbeit berücksichtigt (in oder zwischen Forschungseinheiten, Instituten, Fakultäten, Universitäten). Partnerschaften mit lokalen oder auswärtigen nicht-akademischen Akteuren gehen gleichfalls mit in die Analyse ein (privater und öffentlicher Sektor). Die Visualisierungen sollen die Reflexion über eigene akademische Projekte und die beruflichen Entwicklungen unterstützen, die der Forscher/die Forscherin vollziehen möchte. Das Projekt stellt ForscherInnen ein Modell der wesentlichen Inhalte eines akademischen Lebenslaufes mit den vier Hauptindikatoren zur Verfügung. Auf dieser Grundlage wurden verschiedene ForscherInnen-Lebensläufe bearbeitet und analysiert und die vier Hauptindikatoren:

Ÿ Kommunikation und Medien

Ÿ Wissenschaftliche Beiträge (Konferenzen, Unterricht, Reden, usw.)

Ÿ Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Ÿ Projektverantwortlichkeiten (Organisation von Kolloquien, Ausstellungen, usw.)

visualisiert. Die anschliessende Datenbündelung lässt ein Gesamtbild der verschiedenen Tätigkeiten entstehen. Die gebündelten Visualisierungen sollen als Reflexionsgrundlage der verschiedenen universitären Strukturen (Laboren, Instituten, Fakultäten, thematische Netzwerke, usw.) dienen und dazu beitragen, ihre Forschungsaktivitäten zu überdenken, zu bewerten und deren Entwicklung zu verfeinern oder zu korrigieren. Die Auswertung der Visualisierungen liefert damit wertvolle Anstösse, wie die Sichtbarkeit der jeweiligen Forschungsaktivitäten und deren Effekt auf die individuellen ForscherInnen sowie Begleit- und Entscheidungsinstanzen (Einstellung, Nominierung) verbessert werden kann. Ausserdem bieten die Visualisierungen ein interessantes Instrument für den Dialog mit nicht-akademischen Akteuren, zum Beispiel kantonalen Behörden. Dadurch wird ein Grad der Sichtbarkeit erzielt, der Publikationen und gemeinsamen Forschungsvorhaben für gewöhnlich fehlt.

Die wichtigsten Projektergebnisse können unter dem folgenden Link abgerufen werden:

https://www.unil.ch/researcher/fr/home.html

Unter derselben Adresse wird zum Abschluss des Projektes ein ausführlicher Bericht zugänglich gemacht.

Das Projekt wurde von Dominique Vinck (Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften), Dr. Claire Arnold (Direktion) und Alexandra Bumbaru (Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften) an der Universität Lausanne durchgeführt.